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der natürlichen Person, Wegzug, Wegzugsbesteuerung,
Wohnsitzverlagerung ins Ausland
Auswandern der natürlichen
Person
Wegzugsbesteuerung
Wohnsitzverlagerung
Erbschafts- und
Schenkungssteuer
Index
Auswandern
Ausflaggen = Steuern
sparen
"Noch nie habe ich Deutschland in so
schlechtem Zustand erlebt", meint Kanzlerberater Roland Berger:"Ich
würde zu keinem Investment in eine neue Fabrik des verarbeitenden
Gewerbes in Deutschland raten." Kein Zweifel: Die Republik steckt in
einer Krise ähnlich wie Großbritannien und die USA in den 1970er- und
1980er-Jahren.
Seit den 1970er-Jahren sind mehr als eine Million Bundesbürger
ausgewandert. Ein Teil gleich bis nach Übersee, der andere
hauptsächlich in die Nachbarschaft - und hier wieder überwiegend in
die Schweiz. Dazu kommen die Sonnenhungrigen, welche auf die
Inselplätze im Mittelmeer und im Altantik wechselten. Doch inzwischen
ist aus vereinzelten Wegzüglern ein richtiger Trend geworden.
Unternehmer, Handwerksmeister, Freiberufler und vermögende Privatiers
suchen nach Wegen, der deutlichen Steuerbelastungen und der schlechten
Stimmung zu entrinnen. Wenn dies im eigenen Land nicht geht, dann muss
man eben nach anderen Möglichkeiten suchen. Es gilt, mit dem Wegzug
ins Ausland Mobilitätsgewinne zu erwirtschaften.
Doch wer sich mit dem Gedanken trägt, seinen Wohnsitz ins Ausland zu
verlegen, sollte dies nicht nur wegen der Steuerersparnis tun. Wenn
Geld allein nicht glücklich macht, so gilt das ganz besonders für die
Emigration. Häufig gibt es Spannungen in den Familien. Auf fremden
Boden wird nicht jeder heimisch. Manche Auswanderer werden
unglücklich. Schon bald müssen sie erfahren, dass es auch im neuen
Domizilland Finanzämter gibt. Deshalb ist es notwendig, bereits vor
dem großen Umzug die im Zielland gültigen Steuergesetze zu prüfen, um
sich nicht eine andere Steuerabhängigkeit zu begeben.
Ausflaggen
= Steuern sparen. Diese Gleichung im täglichen
Sprachgebrauch kann nicht verwundern. Deutschland
zählt zu den Hochsteuerländern, und es vergeht kaum
ein Tag, an dem nicht die immensen Kosten aufgelistet
werden, die deutsche Bundesbürger in ihrem Heimatland
haben:
14.234 EUR Steuern
zahlen die Bundesbürger pro Sekunde.
5.463 EUR beträgt die
Belastung pro Kopf und Jahr, vom Baby bis zum Greis.
449 Milliarden EUR
nahm der Staat 2001 an Steuern ein.
57,1 Prozent betrug
die Belastung der Einkommen mit Steuern und
Sozialabgaben.
3.500 EUR je
Arbeitsplatz kostet Selbständige der Dienst für den
Staat.
Sieht man sich nur die Steuerlast der Unternehmen im
Ländervergleilch an, könnte man auf die Idee kommen,
Deutschland befinde sich im guten Mittelfeld einer
wirtschaftlichen konkurrierenden Ländergruppe:
Auf den ersten Blick ist schon zu erkennen, dass der
Abstand zu den USA gigantisch ist, weil dort der
Spitzensteuersatz erst ab 297.350 USD. greift.
Für einen mobilen Hochverdiener stellt der Vergleich
der internationalen Einkommensteuerlasten nur einen
begrenzten Nutzen dar. Was zählt, ist der
Effektivsteuersatz und der Punkt, an dem die
Spitzensteuersätze der Einkommensteuer zu greifen
beginnen. Vor die Wahl zwischen zwei gleich gut
bezahlten Stellen in Deutschland oder der Schweiz
gestellt, kann man beispielsweise einem über die
Steuer verärgerten deutschen Angestellten nur raten,
das Letztere zu wählen, wenn alle anderen Bedingungen
gleich sind. So greift der Spitzensteuersatz in
Deutschland in Höhe von 48,5 Prozent ab einem
Einkommen von rund 55.000 EUR, wohingegen etwa in
Schweizer Karton Basel der kombinierte
Spitzensteuersatz von 40,5 Prozent erst ab einem zu
versteuernden Einkommen von über 682.800 EUR erhoben
wird.
Mit der Arbeitskraftmobilität, die innerhalb der EU
und seit Anfang 2003 auch für EU-Bürger in der Schweiz
zugesichert ist, bietet sich für Angestellte im
Top-Management sicherlich eine interessante
Alternative. Hier kann die Botschaft nur lauten: Wenn
man schon nicht in ein Niedrigsteuerland auswandert,
so sollte man seinen Arbeitsplatz dort wählen, wo das
Steuersystem den Emigranten freundlich empfängt.
Motiv: Verlangen nach
Sicherheit
Sicherheit im Sinne von politischer Sicherheit: Ein
Aspekt, der noch vor wenigen Jahren innerhalb der EU
wenig oder kaum thematisiert wurde. Im Laufe der
letzten Jahre hat dieses Thema auf Grund der
politischen Orientierungslosigkeit und der daraus
resultierenden Kurzlebigkeit von Regierungen zunehmend
an Bedeutung gewonnen. Der Wunsch konkretisiert sich
im natürlichen Verlangen nach mittel- bis
langfristiger Planungssicherheit, was vor allem im
Rahmen der Diskussionen um die Alters- bzw.
Pensionsvorsorge oder das Ansparen im Allgemeinen
deutlich wird.
Sicherheit in wirtschaftlicher Hinsicht: Diese äußert
sich im begründeten Bedürfnis nach Erhalt des eigenen
Erwirtschafteten über längere Zeit hinweg oder gar
über Generationen. Als Beispiel bietet sich die
Strukturierung über Stiftungen oder Trusts an, mit der
gleichermaßen dem Aspekt der Nachfolgeregelung wie dem
der Substanzerhaltung Rechnung getragen werden kann.
Sicherheit im Sinne von Vermögenssicherung: Sicherung
vor dem eigenen Zugriff (Anspar- oder
Versicherungsgedanke), vor dem Zugriff der Familie
(Erbregelung), vor dem Zugriff durch Dritte (asset
protection) und vor unvorhersehbarem Zugriff durch den
Fiskus (Vermeidung von Mehrfachbesteuerung).
Motiv: Vertraulichkeit
Auch dieses steht nach verbreitetem Verständnis, wie
im Übrigen das Bankgeheimnis selbst, in enger,
anrüchig anmutender Verbindung mit unerlaubter
Steuerminderung, Steuerhinterziehung oder gar
Steuerbetrug.
Dabei fußt dieser Wunsch auf einem der freien
Marktwirtschaft seit jeher innewohnenden Bedürfnis.
Wenn die Vertraulichkeit in einem nationalen Rahmen
nicht mehr gegeben ist, wächst der Bedarf nach
Alternativen, die diesem Aspekt Rechnung tragen - der
Wunsch nach Diskretion als Ausdruck eines immer noch
geltenden natürlichen Zurückhaltungs- und
Intimitätsverlanges bzw. des Persönlichkeitsschutz -
und Integritätsgedankens.
Vertraulichkeit steht schließlich auch in engem
Zusammenhang mit Vertrauen - das Vertrauen in die
eigene Regierung, die für das wirtschaftliche und
regulatorische Umfeld verantwortlich ist. Der Bruch
dieses Vertrauens bedeutet auch den Verlust jeder
Planungssicherheit. In einem solchen Umfeld treten
reine Kostenüberlegungen in den Hintergrund.
Aufwandsbezogene
Motive
Neben diesen möglichen außersteuerlichen Motiven
können auch Kostengründe inklusive steuer- und
abgabenrelevanter Überlegungen stehen.
Der nationale Steuerwettbewerb ermöglicht
internationale Steuergestaltungsmöglichkeiten, die
legitim und betriebswirtschaftlich sinnvoll sind.
Stehen solche nicht zur Verfügung, neigt Kapital zur
Anlage im Ausland. Dabei werden weiterhin bestehende
Steuerpflichten häufig "vergessen".
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